Herr Lorenz-Egon Jürgensen schrieb folgenden Bericht:

 

Ehrenpreis des Landesponyturniers eingelöst.

Unter dem Motto „Locker vom Hocker… Beweglicher Reiter-lockeres Pferd!“, fand in der Reithalle Großenwiehe eine Reitsitzschulung nach dem Grundsatz der FN mit Barbara Voigt- Schwarze, Sportpädagogin und Trainerin A- Reiten, statt. Diese Schulung hatte die Ponymannschaft des Reit- und Fahrvereines (RFV) Großenwiehe auf dem  Landesponyturnier in Bad Segeberg 2010 gewonnen. Jugendwartin Astrid Handke-Springer freute sich ganz besonders mit den Eltern und natürlich den jungen Reiterinnen über diesen Ehrenpreis. „Auf dem Schulungsprogramm stand ein Bewegungstraining nach dem 6-Punkte-Programm des Sportpädagogen Eckart Meyners, der als Bewegungswissenschaftler an der „Uni. Lüneburg gearbeitet-  und sich als Erster mit den Reitern befasst hat“,  berichtete Barbara Voigt- Schwarze. 

Die studierte Sportpädagogin und Dressurausbilderin (Trainerin A FN), die selbst bis S geritten und bis M Kategorie A erfolgreich war,  arbeitet mit einem Selbstentwickelten sportwissenschaftlichen Konzept zur Verbesserung der reiterlichen Einwirkung und der Förderung der Losgelassenheit im Sattel, wie sie sagte. Es dient außerdem der Ausgeglichenheit und somit auch der Gesunderhaltung des Pferdes. Die methodischen Übungsreihen, wie die Sitzschulung, die Reitsitzanalyse und Korrektur, die Dehnungsübungen und  die Übungen zur Verbesserung der individuellen Atemtechnik wurden im praktischen Teil der Schulung mit dem Pony durchgeführt. 

Alte Klischees wie: „Zehenspitzen nach innen“ und „Hacken tief“, sollten abgebaut werden. Die Mädchen wurden auch immer wieder ermuntert, den Kopf gerade zu halten und nur mit den Augen nach links oder rechts zu schauen. Alle Teilnehmerinnen waren interessiert dabei, denn die Aufgaben wurden von Barbara Voigt- Schwarze in spielerischer Form, dem Alter der Kinder  entsprechend, bewältigt. „Wichtig für uns Reiter ist es, in der Mittelposition dehnbar und beweglich zu sein“, so die Trainerin. 

Nach einer Mittagspause, setzte sie deshalb im Theoretischen Teil unterstützend den „Balimo“ ein. Dieser einzige patentierte Stuhl, der seine Beweglichkeit direkt in der Sitzfläche hat, ermöglicht ein dreidimensionales Sitzen, entsprechend der menschlichen Bewegungsabläufe. Durch unsere einseitigen Sitzhaltungen sind diese aber nur noch eingeschränkt möglich. 

Die Arbeit mit dem „Balimo“ basiert auf drei Schwerpunkten, erklärt die Sportpädagogin: 1. Die Verbesserung der Rumpfsymetrie und der damit verbundenen Fähigkeit die Körpermitte zu finden. 2. Die verbesserte Gleichgewichtskontrolle- und 3. eine verbesserte Haltung zu erlangen. Nach der Schulung wurde abschließend bei Kaffee, Kakao und Kuchen das Erlernte gefestigt. So stellte Jugendwartin Astrid Handke-Springer und die Teilnehmerinnen unter anderem fest, dass durch mehr Bewegungsfreiheit in der Schulterpartie und im Kopfbereich eine leichtere Zügelführung möglich ist. Dass ein aufrechter und tiefer Reitsitz durch mehr Beweglichkeit und Dehnbarkeit in der Mittelposition erreicht werden kann und die Rhythmusfähigkeit durch musikalische Begleitung oder Taktvorgabe geschult wird. Gutes Reiten basiert auf eurer körperlichen Fitness, sagte Barbara Voigt- Schwarze abschließend und gab den Reiterinnen einige Hinweise zum eigenständigen Trainieren mit auf den Weg.

 

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